Kolumne
Quecksilber - Industriemetall, Heilmittel und Gift
All Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." Dieser Ausspruch Paracelsus’ trifft wie kein anderer auf Quecksilber zu: als Amalgamfüllung verhindert es, dass sich Karies weiter ausbreitet, in Quecksilberdampflampen verstärkt es auf besonders energiesparende Weise die Leuchtkraft des Lichts, in der Knopfzelle betrieb es die Uhr und im Fieberthermometer hat es jahrzehntelang nicht nur dem Arzt sondern auch in allen Krankenzimmern wertvolle Dienste geleistet.
Selbst in der modernen Technik kann nicht auf Quecksilber verzichtet werden: in Vakuumpumpen und Hochdruckventilen dient Quecksilber der Abdichtung und verhindert so das Eindringen von Luft.
Quecksilber leitet sich vom althochdeutschen Wort kwek (lebendig) und silabar (silber) ab und deutet damit schon eine hervorstechende Eigenschaft des Metalls an: das einzige flüssige Metall springt, rollt und kugelt umher und macht es einem schier unmöglich es einzufangen.
Das zweite markante Merkmal von Hg (Hydrargyrum) ist seine Leidenschaft, Verbindungen mit anderen Metallen einzugehen, sogenannte Amalgame zu bilden. Das macht sich der Zahnarzt zunutze. Die Amalgamplombe beim Zahnart funktioniert nach diesem Prinzip: Silber, Quecksilber, Zinn und Kupfer werden vom Arzt zusammengemischt zu einer plastischen, leicht verformbaren
Masse, die im Mund schnell aushärtet. Daher soll man nach einer Zahnfüllung einige Zeit nichts essen.
Auch Spiegel wurden früher mit Hilfe von Quecksilber hergestellt. Ein Amalgam von 70% Zinn und 30% Quecksilber wurde auf eine Glasplatte aufgetragen. Durch Erhitzen verdampfte das Quecksilber und das Zinn blieb auf dem Glas haften.
Bei der Goldgewinnung wurde das selbe Prinzip angewandt. Das Quecksilber verbindet sich mit dem Edelmetall und löst sich aus dem fein gemahlenen Gestein. Beim Erhitzen verdampft das Quecksilber und entweicht in die Atmosphäre. Diese Methode ist natürlich verboten, wird aber in machen Teilen Südamerikas und Afrikas noch immer illegal praktiziert.
Quecksilber kommt in geringen Mengen praktisch überall in der Welt vor. Das größte Vorkommen an Quecksilbererz, dem sogenannten Zinnober, gibt es in der Nähe von Almaden in Spanien. Schon die Mauren kannten das Quecksilber und haben gemauerte Wannen damit gefüllt, um dann auf dem Quecksilber wie auf einer Art Wasserbett zu ruhen. Dies ist möglich, weil das Hydrargyrum die dichteste bekannte Flüssigkeit ist. Würde man eine Weinbouteille damit befüllen, würde diese über 10 kg wiegen.
Quecksilberchlorid (Kalomel) wurde zur Behandlung von Syphilis eingesetzt. Diese Quecksilberverbindung ist schädlich für den Menschen. Mag sein, dass manch Kranker dadurch geheilt wurde, mit Sicherheit starben aber viele an einer Quecksilbervergiftung. Es wird heute für möglich gehalten, dass Mozart auf diese Art und Weise zu Tode gekommen ist. In unseren Breiten kommen Quecksilbervergiftung so gut wie nicht mehr vor.
Da vor allem Quecksilberverbindungen für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sein können, ist in der EU die Verwendung von Quecksilber mit einigen Ausnahmen verboten. Andererseits werden durch das Glühlampenverbot Millionen von quecksilberhältigen Energiesparlampen in Umlauf gebracht.
Auch in Österreich fällt es schon seit Jahren unter das Chemikaliengesetz, wird als Gift gehandelt und somit auch streng kontrolliert.
Es ist spannend zu beobachten, wie im Laufe der Geschichte dieser Exot unter den Metallen sich vom Heilmittel zum Gift wandelte und auch heute noch für manch technische Apparaturen und in der Industrie unverzichtbar ist.
Weiterführende Links:
http://www.gmr-leipzig.de
http://www.seilnacht.com/Lexikon/80Queck.htm
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Zinn – in der Ritterburg und im Computer mit dabei
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Blei - gachtet und geächtet
ie parken Ihr Auto. Gerade haben Sie die Bilder vom Radiologen abgeholt: alles in Ordnung. Schnell noch die Einkaufsliste für morgen schreiben, einen Blick in die Zeitung, ein Schluck Wasser – es war ein heißer Tag. Zeit für etwas Erholung: ein Glas Wein und zur Entspannung sehen Sie sich Ihre Urlaubsbilder aus Paris auf dem Laptop an. Und zu guter Letzt drehen Sie den Fernseher an um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.
Ohne dass sie es merken werden sie dabei vom Blei begleitet.
60% der heutigen weltweiten Bleiproduktion wird zur Erzeugung von Autobatterien verwendet. In Deutschland werden jedes Jahr zirka 14 Millionen Stück Bleiakkus in den Verkehr gebracht, das entspricht 195.000 Tonnen Blei. Die Recyclingquote beträgt 95%.
Sicher erinnern Sie sich, dass Sie beim Zahnarzt oder Radiologen schon einmal eine schwere Bleischürze umgehängt bekamen. Hier schützt sie das Blei vor radioaktiver Verstrahlung. Die Isotopenstationen in den Krankenhäusern sind meist im Keller untergebracht, oft mit Bleiplatten ausgelegt und die Isotopen aus Sicherheitsgründen in zentimeterdicken Bleibehältern verstaut.
Bevor der Computer in unserem Leben und auch in Druckereien Einzug hielt, mussten jede Zeitung und jedes Buch gesetzt werden. In den Setzkästen – die jetzt mit Miniaturnippes gefüllt in manchem Wohnzimmer hängen - wurden die dazu benötigten Lettern (Buchstaben) aufbewahrt. Diese Lettern bestanden zum Großteil aus Blei und einem Legierungszusatz, wie z.B. Antimon, damit das Blei härter wurde. Daher kommt der Name Lettern- oder Hartblei.
Wegen seiner wichtigsten Eigenschaften wie Korrosionsbeständigkeit, hohe Dichte und einfacher und kostengünstiger Herstellung wurden Bleirohre über Jahrhunderte als Wasserleitungen verwendet. Aufgrund der Giftigkeit möglicher chemischer Verbindungen mit Blei kommen Bleirohe seit den 1970iger Jahren nicht mehr zum Einsatz.
Der Wein schmeckt ihnen besonders gut aus einem edlen Bleikristallglas. Wie wunderbar sich das Licht im Glas bricht! Auch das verdanken wir dem Blei. Bleikristall enthält bis zu 20% Blei. Aber keine Angst: in dieser gebunden Form ist es keinesfalls gesundheitsschädlich.
Und nun erinnern sie sich an Paris. Herrlich die Glasfenster in der Kathedrale Nôtre Dame. Aber ohne Blei könnten auch diese nicht in der Abendsonne in allen Farben des Regenbogens funkeln. Es sind Bleistege, die die einzelnen Segmente verbinden und das Fenster zusammenhalten.
Und auch Ihr Laptop braucht Blei um zu funktionieren: die Bestückung der Platinen erfolgte wahrscheinlich noch mit einem bleihältigen Lötzinn
Sie überlegen sich, dass es Zeit wird Ihren alten Fernseher gegen einen schicken Flachbildschirm auszutauschen. Dieser sieht nicht nur „cool“ aus, sondern ist auch noch viel umweltfreundlicher. Denn die Bildröhre ihres alten Fernsehers kann bis zu zwei Kilogramm Blei enthalten.
Einzig der Bleistift, mit dem sie ihre Einkaufsliste geschrieben haben, enthält kein Blei. Er verdankt seinen Namen einem Irrtum: Mitte des 17. Jahrhunderts traten in Holz gefasste Graphitstäbe als Bleistift ihren Siegeszug von England aus an. Damals hielt man Graphit für Bleierz. Vor über 5000 Jahren sollen die Ägypter allerdings sehr wohl mit einer Art Bleistift geschrieben haben: ein Bambus- oder Papyrusrohr wurde mit Blei ausgegossen.
Blei, seit Jahrtausenden ein vielseitig einsetzbarer Begleiter des Menschen, genießt momentan keinen sehr guten Ruf. Die EU versucht es so weit wie möglich zu verdrängen, da Blei gesundheitsschädlich sein kann.
| Alchimistisches Symbol für Blei, den Planeten Saturn (Sichel, Sense) und für den Samstag |
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Mit solchen Lettern wurden früher ganze Bücher gesetzt |
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Das lateinische Wort „plumbum“ bedeutet sowohl Blei als auch Plombe. Es stand auch Pate für das chemische Symbol für Blei: Pb |
Weiterführende Links:
www.altmetall.at
www.uniterra.de/rutherford/ele082.htm
www.berzelius.de/berzelius/bbh/?navid=2
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Quecksilber – Industriemetall, Heilmittel und Gift
Zink - unauffällig vielfältig
Blicken Sie mit mir hinaus in den Garten, machen Sie mit mir einen Spaziergang durch den Ort oder nehmen Sie das Auto, um über Land zu fahren.
Da steht die Gießkanne im Garten, die hat den Winter im Freien unbeschadet überstanden. Der Beleuchtungsmast trotzt schon seit Jahren Wind und Wetter und hat dabei nur ein bisschen an Glanz verloren. Der Neubau nebenan erhält ein Zinkdach. Die Ortstafel ist fest in einem Rahmen aus verzinktem Formrohr verankert und im Auto fahren zirka 10 kg verarbeitetes Zink mit.
Auf Schritt und Tritt begegnet uns Zink in seinen vielen verschiedenen Gesichtern: unauffällig und selbstverständlich schützt es viele Gegenstände des täglichen Lebens vor dem Verrosten. Und genau das ist auch die herausragende Eigenschaft von Zink – kostengünstig korrosionsbeständig.
Ähnlich wie eine Holzoberfläche mit Politur eingelassen wird, so wird in der Verzinkerei auf ein Stück Eisen oder Stahl eine dünne Schicht Zink aufgetragen und fertig ist der Rostschutz. Schauen Sie sich einmal Dachrinne, einen Zaunsteher oder Türzarge im Rohzustand an: sehen Sie eine Oberfläche die ein bisschen an Eisblumen erinnert, also nicht einheitlich grau ist? Wenn ja, dann haben Sie ein verzinktes Stück Eisen vor sich.
Es ist eine der effizientesten Korrosions-Schutz-Behandlungen für Metalle, macht diese extrem widerstandsfähig und kann je nach Umgebungsbedingung und Metalldicke bis zu 150 Jahre halten.
Die Beschichtung korrodiert, wenn sie stark zerkratzt wird und „opfert“ sich dann, damit der darunter liegende Stahl nicht anläuft
Weltweit werden pro Jahr an die 10 Millionen Tonnen Zink verbraucht. Zirka die Hälfte davon wird beim Verzinken eingesetzt.
Sogar über den Tod hinaus begleitet uns Zink: werden sterbliche Überreste über Grenzen hinweg transportiert, dann muss dies laut EU-Verordnung in verlöteten Zinksärgen geschehen.
In fast jedem Haushalt sind Zink-Kohle-Batterien im Einsatz, ein zuverlässiger und billiger Stromversorger seit 1866.
Ob im Automobil oder in der Architektur, im Haushalt oder Büro, in Nahrungsmitteln oder Kosmetikprodukten: Zink ist überall.
Zink kommt bei uns auf der Erde sehr häufig vor, sogar noch häufiger als Kupfer oder Blei. Wie die meisten Metalle kommt auch Zink in der Natur nur als Erz vor und wie bei allen Metallen ist das Recycling von Zink sehr viel kostengünstiger als der Erzabbau.
Bereits im Altertum wurde Zink in Legierungen verwendet: am bekanntesten ist wohl Messing, eine Verbindung aus Zink und Kupfer.
Im Automobilbau ist der Werkstoff Zink schlichtweg unverzichtbar geworden. Rund zehn Kilogramm Zink enthält ein PKW durchschnittlich: Drei Kilogramm
dienen dem Korrosionsschutz (die Karosserie wird vor dem Lackieren verzinkt), fünf Kilogramm stecken in zahlreichen
Zinkdruck-Gussbauteilen – der Rest wird beispielsweise für Wuchtgewichte und
Farben verwendet.
Seine Korrosionsbeständigkeit schützt aber nicht nur Stahl – auch für unseren Körper spielt Zink eine große Rolle.
Zink erfüllt im Körper viele verschiedene Funktionen. So nimmt es Schlüsselrollen im Stoffwechsel ein und ist beteiligt am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum. Sowohl das Immunsystem als auch viele Hormone benötigen Zink für ihre Funktion.
Zink hat es geschafft, sich als Metall klammheimlich und unauffällig in das Alltagsleben so einzuschmuggeln, dass wir es kaum bemerken.

Zinkgießkannen

Wasserspeier

Zink-Kohle Batterien
Weiterführende Links:
www.altmetall.at
www.initiative-zink.de
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Blei – geachtet und geächtet
Messsing - Es ist nicht alles Gold was glänzt
Die Ferienzeit ist zu Ende und viele von Ihnen werden einen Teil der Ferien in einem Hotel am Strand verbracht haben. Grund genug uns ein Hotel einmal etwas genauer anzusehen.
Schon der Hoteleingang erscheint im goldenen Glanz. Doch bei näherer Betrachtung stellen wir fest, dass der Türgriff, der Schirmständer und der große Aschenbecher nicht aus Gold sondern aus Messing sind.
Wir drücken die glänzende Messing - Hotelklingel mit Ihrem hellen Klang und schon erscheint der Rezeptionist.
Wir bitten um ein Zimmer und lassen uns den Messingschlüssel geben.
Unser Zimmer liegt im ersten Stock.
Wir nehmen die Treppe und halten uns beim Hinaufsteigen am Messinggeländer fest.
Messingziffern, die mit Messingschrauben an der Tür befestigt sind, bilden unsere Zimmernummer.
Aber was ist Messing eigentlich?
Messing ist eine Legierung aus den Metallen Kupfer und Zink.
Die verschiedenen Messingsorten unterscheiden sich durch ihren Zinkanteil, der in der Bezeichnung in Prozent angegeben wird.
In der Praxis enthält Messing mindestens 50 Prozent Kupfer, da es unterhalb dieser Grenze spröde wird und daher schlecht zu verarbeiten ist. Messingsorten mit mehr als 70 Prozent Kupfer werden auch als Rotguss oder Tombak bezeichnet.
Das Farbspektrum reicht von goldrot bei hohem Kupferanteil bis hellgelb bei hohem Zinkanteil. Hohe Dehnbarkeit und gute Korrosionsbeständigkeit machen Messing zu einem oft eingesetzten Werkstoff.
Je nach Zusammensetzung der Legierung präsentiert sich das „falsche Gold“ – wie Messing auch genannt wird – als Schmuckstück, Luster, als Teil einer Maschine oder als Blechblasinstrument...
Dabei werden traditionell von einem Metallblasinstrumentenmacher zu biegende Rohre mit flüssigem Blei gefüllt und nach Erkalten „per Hand“ gebogen. Mit speziellen Techniken wird die Oberfläche geglättet, dabei verdichtet und gehärtet. Anschließend wird das Blei verflüssigt und restlos entfernt.
Einen scharfen Einsatz hat das Material am Schießstand.
Patronenhülsen sind meist aus Messing und werden zu fast 100% recycelt: entweder durch Wiederbefüllung oder als Ausgangsmaterial zur industriellen Neufertigung. Die Messinghülsen sind als Wertstoff besonders beliebt, da es bei der Verwendung und bei der Sammlung kaum zu nennenswerten metallurgischen Verunreinigungen kommt.
Seit dem dritten Jahrtausend v. Christus werden aus Messing hauptsächlich Schmuck und Kunstgegenstände hergestellt. Auch als Münzmetall beispielsweise in China und im römischen Kaiserreich, aber auch heute in Form der 50, 20 und 10 Cent Münzen fand und findet Messing Verwendung.
Manchmal bedienen sich auch Münzfälscher des vielseitigen Metalls: Messing wird oft zur Herstellung eines unechten Kerns verwendet, der dann vergoldet oder versilbert wird.
Messing war bereits mit auf dem Mond und ist auf Tiefsee-Expeditionen zu finden. In Computern und in der modernen Mikrotechnik ist es ebenso zuhause wie in vielen Gegenständen, die uns den Alltag bequem, angenehm und praktisch machen.
Messing ist daher einer der wenigen Werkstoffe aus vorchristlicher Zeit, dem heute noch die Zukunft gehört.

Messingarmatur

Patronenhülsen

Blechblasinstrumente
Weiterführende Links:
www.altmetall.at
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Zink – unauffällig vielseitig
Nirosta - rostet nie
Heute möchte ich Sie auf einen Besuch in den Schanigarten einladen.
Der Kellner zapft für uns ein frisches Krügerl Bier vom Fass und ordert in der Küche ein Grillhenderl. Der Zapfhahn, das Bierfass, der Griller, das Sideboard, das Tablett des Kellners – alles wurde aus Nirosta gefertigt.
Und das hat nicht nur funktionelle Gründe, wie etwa, dass Nirosta nicht rostet. Es ist auch im Lebensmittelgesetz so verankert:
Alles was mit Lebensmitteln in Berührung kommt, muss aus nichtrostendem Stahl gefertigt sein, der sich im Wesentlichen aus Nickel, Chrom und Eisen zusammensetzt.
Nachdem wir dann unser Bier ausgetrunken haben, wird das Glas in den Geschirrspüler gestellt. Wieder treffen wir auf Nirosta.
Das Tischtuch wird am Abend in die Waschmaschine gegeben. Die Trommel der Waschmaschine ist ebenfalls aus nichtrostendem Stahl.
Aber natürlich ist Nirosta nicht nur in Großküchen anzufinden.
Der Klassiker im privaten Haushalt ist die Nirosta-Spüle:
Sie ist zeitlos – und zwar gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen passt sich die farbneutrale, dezent-schimmernde Optik der Edelstahl-Oberflächen harmonisch jedem Wohnstil an, muss deshalb im Laufe der Zeit auch vor keinem Trend kapitulieren. Zum anderen verhindert die Widerstandsfähigkeit von Edelstahl effektiv jeden Alterungsprozess.
Weder heiße Töpfe und Pfannen noch Säurespritzer oder aggressive Reiniger können die Attraktivität der metallisch-blanken Flächen beeinträchtigen.
Diese funktionale und optische Beständigkeit ist sicherlich einer der wichtigsten Gründe für die ungebrochene Aktualität von Edelstahl-Spülen in Nirosta-Qualität.
Ein weiteres Plus beim täglichen Kücheneinsatz ist deren außerordentliche Pflegeleichtigkeit. Verunreinigungen können sich an den porenfreien Flächen nicht festsetzen, so dass Küchenhygiene ohne Kompromisse durch einfaches Wegwischen gewährleistet ist.
Und auch Architekten haben das glänzende Metall für sich entdeckt.
Die Fassade des Burj Tower in Dubai, wurde mit insgesamt 400 Tonnen Nirosta geschmückt. Bei der Auswahl des Werkstoffs ließen sich die Ingenieure und Hochbauer nicht nur von der Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse und der architektonischen Schönheit von Edelstahl leiten. Sie achteten auch darauf, dass das Material in der Sonne nicht zu stark spiegelt und dadurch eine Störung der den Flughafen Dubai anfliegenden Piloten vermieden wird.
Geschichte
Bereits weit vor Beginn des 19. Jh. hat man herausgefunden, dass bei Rohstahl die Zugabe der richtigen Menge Nickel und Chrom zu einem besseren Verhalten bei Korrosion führt.
Der Begriff „Nirosta“ ist eigentlich nur die umgangssprachliche Bezeichnung für rostfreien Stahl und wurde Ursprünglich von der Firma ThyssenKrupp als Markenname definiert.

Nirostaspüle im Privathaushalt

Stahl wird im Schmelzofen zu Nirosta
Weiterführende Links:
www.altmetall.at
www.thyssenkrupp.de
Glück auf!
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Messing – es ist nicht alles Gold was glänzt
Stahl: Ein Metall wächst in den Himmel
Machen Sie mit mir eine Reise um die Welt und besuchen wir dabei das Wiener Riesenrad, den Eiffelturm in Paris und das Empire State Building in New York City. – Was fällt Ihnen dabei auf?
Richtig: Alle sind Touristenattraktionen, sind Bauwerke und haben ein Skelett aus Stahl.
Aber dieses Skelett ist nicht bei allen sichtbar, denn es gibt verschiedene Verarbeitungsformen von Stahl die heutzutage parallel angewendet werden.
- Sichtbare Stahlkonstruktionen wie Eiffelturm und Riesenrad, die nur aus Stahl bestehen,
- Stahlkonstruktionen, die zum Beispiel mit Ziegeln ausgefüllt werden, wie beim Empire State Building und
- so genannter Stahlbeton, der bei Autobahnen oder Brücken zur Anwendung kommt.
Doch auch in unserem alltäglichen Leben spielt Stahl eine große Rolle - man braucht hier nur an den Individualverkehr denken. In der heutigen Zeit, wo man möglichst schnell von A nach B kommen will, sind Brücken kaum mehr wegzudenken.Diese sind nämlich oftmals Konstruktionen aus Stahl. Zum Beispiel die Europabrücke, dem Herzstück der Brennerautobahn. Bis 2004 war diese Brücke, die sich an ihrer höchsten Stelle 190 Meter über dem Boden befindet, die höchste Brücke Europas.
Die Geschichte des Stahls hat schon so einige Jahre auf dem sprichwörtlichen Buckel: Bereits 800 v. Chr. entdeckten unsere Vorfahren, dass man aus Eisenerz Eisen gewinnen kann und entwickelten Werkzeuge für ihr tägliches Leben. Und auch Österreich hatte in dieser Hinsicht eine führende Rolle, denkt man an die Hallstattkultur.
Vor etwa 150 Jahren erkannte man dann, dass Eisen durch die Zugabe von Kohlenstoff seine Eigenschaften ändert: es wird sehr hart und stabil. Diese Erfindung revolutionierte das Aussehen unserer Städte.
Bis zu diesem Zeitpunkt kannte man nur die Ziegelbauweise – wie etwa auf der Wiener Ringstraße. Durch den Einsatz von Stahl konnten Städte in den Himmel wachsen.
Und es scheint, dass dem Wachstum keine Grenzen gesetzt sind: in Dubai ist momentan ein Wolkenkratzer in Bau, der bei Fertigstellung eine Höhe von über 800 Meter erreichen soll. Das Gebäude steht auf einer 7000 m² großen Fundamentplatte aus 12.300 m³ Stahlbeton.
Fakten, die beeindrucken
Markantestes Symbol der Stahlbauweise ist der Eiffelturm mit einer Höhe von knapp 325 Metern. Um dieses Meisterwerk zu errichten, wurden 10.000 Tonnen Stahl verbaut und 2,5 Millionen Nieten verwendet. Insgesamt besteht er aus 18.038 Einzelteilen.
Noch imposanter lesen sich die technischen Daten des Empire State Building in New York, das 1931 fertig gestellt wurde. In einer Bauzeit von nur einem Jahr und 45 Tagen wurden 55.000 Tonnen Stahl und 50.000 Stahlträger verbaut.
Dagegen wirkt das Wiener Riesenrad wie ein Zwerg. Sein höchster Punkt befindet sich 64,75 Meter über dem Boden. Das Gewicht beträgt 430 Tonnen.
Und die Teile des Riesenrads, die bei Wartungsarbeiten getauscht werden, können – so wie jedes Metall - beliebig oft recycelt und somit zu neuem Stahl werden.

Eiffelturm Paris

Empire State Building New York City

2006 wurden weltweit 1,2 Milliarden Tonnen Stahl erzeugt.
Glück auf!
Weiterführende Links:
www.voestalpine.com
www.arcelor-ehst.com
www.arcelormittal.com
Aluminium - Ein Metall für alle Fälle!
Beim Metall Aluminium handelt es sich um relativ „junges“ Metall - entdeckt wurde es 1827, effizient produziert wird es seit 1895. Heute ist das Leichtmetall aus dem alltäglichen Leben kaum mehr wegzudenken.
Stellen Sie sich vor, sie kommen abends mit dem Auto nach Hause und parken es in Ihrer Garage. Schon sind Sie mehrmals mit Aluminium in Berührung gekommen. Bei Fahrzeugen kommt dem vielseitigen Metall große Bedeutung zu: Teile der Karosserie, Teile des Motors, aber auch die Felgen sind oft aus Alu gefertigt.
Sie gehen, indem Sie die Tür öffnen, ins Haus und machen Licht. Und um frische Luft in ihre Wohnräume zu lassen, machen Sie ein Fenster auf. Schon wieder sind Sie auf Aluminium gestoßen – Tür- und Fenstergriffe, die Reflektoren in Lampen und auch Fensterrahmen bestehen zum Teil aus Alu.
An heißen Tagen schalten Sie die Klimaanlage ein, um sich Abkühlung zu verschaffen und für genau diese Abkühlung ist wieder Alu im Einsatz. Wärmetauscher und Kühlregister sind aus dem Leichtmetall gefertigt.
Ihnen ist immer noch heiß? Kein Problem - am besten Sie holen sich eine Dose Ihres Lieblingsgetränks aus dem Kühlschrank, eines der bekanntesten Produkte aus Aluminium. Getränkedosen werden etwa zu 80 Prozent aus Alu hergestellt.
Zur Entspannung könnten Sie nun etwas Fernsehen, eine DVD anschauen oder Musik hören. Wieder stoßen Sie auf Alu: der Rahmen eines Plasma-Fernsehers ist aus dem Leichtmetall, genauso wie DVDs oder CDs damit beschichtet sind.
Aber hiermit noch nicht genug: Stellen Sie sich vor, Sie würden Abendessen kochen. Sie werden sehen, auch Ihre Kochtöpfe und Pfannen sind aus Aluminium. Ebenso die Frontblenden Ihrer elektronischen Geräte, die sie tagtäglich verwenden.
Neben der Alufolie, einem Hilfsmittel, das in jedem Haushalt zu finden ist, sind auch viele weitere Verpackungsmaterialien aus Alu. Zum Beispiel Schraubverschlüsse von Getränkeflaschen, die Deckel von Joghurtbechern, aber auch Hunde- und Katzenfutterschalen.
Vielseitig durch gute Eigenschaften
Warum wird Aluminium also so häufig verwendet? Grund dafür sind die besonderen Eigenschaften, die das Metall auszeichnen: Alu ist nicht brennbar, rostet nicht, ist leicht in Form zu bringen, dabei aber stabil und resistent gegen organische Säuren und ein guter Strom- und Wärmeleiter.
Auch als Verpackung von Lebensmitteln wird Alu verwendet. Rund 22 Prozent der weltweiten Aluminiumerzeugung gehen in die Verpackungsindustrie. Und das mit gutem Grund: Alu ermöglicht es, Speisen und Getränke durch luft- und lichtdichte Verpackung länger haltbar zu machen.
Recycling von Aluminium
Aluminium ist, wie alle Metalle, recycelbar. Es kann beliebig oft und dabei nahezu ohne Qualitätsverlust verwertet werden. Und nicht nur die Abfallmenge wird vermindert, sondern auch der Energieverbrauch ist um 95 Prozent weniger als bei der primären Erzeugung. Weltweit liegt die Recyclingquote bei etwa 50 Prozent.
Der hohe Wert des Metalls bleibt bestehen und gibt den wirtschaftlichen Anreiz, das Metall am Ende seiner Nutzung zu sammeln, in Hüttenbetriebe zu verbringen, aufzubereiten, zu schmelzen und wiederum in gleicher oder vergleichbarer Weise zu nutzen.
Altaluminium wird gesammelt
Flüssiges Aluminium
Neues Kochgeschirr aus recyceltem Aluminium
Glück auf!
Weiterführende Links:
www.alupak.com
www.lechmann.info
Kupfer – Begleiter des Menschen seit Tausenden von Jahren!
Jedermann, der morgens seinen Wagen startet und abends die Wohnzimmerlampe einschaltet, hat mit Kupfer zu tun, das den elektrischen Strom in den Kabeln leitet. Das patente Metall ist der Menschheit seit etwa 6.500 Jahre bekannt. Zu allen Zeiten wertvoll, wurde es immer wieder durch Recycling neu genützt. Tiefseetaucher des 20. Jahrhunderts haben vor den Küstenstrichen der Adria versunkene Galeeren entdeckt, die neu verhüttete Kupferbarren aus dem alten Griechenland ins wilde Mitteleuropa transportiert haben, um dort offenbar je nach politischer Lage Werkzeuge oder Waffen erzeugen zu lassen.
Die weltweite Kupferbranche, die heuer mit stark steigender Tendenz einen Gesamt-Weltbedarf von rund 18 Millionen Tonnen jährlich bedient, schätzt, dass nahezu 80 Prozent der gegenwärtig verwendeten Metallmengen aus der jahrtausende lang praktizierten, historischen Produktion stammen.
Kupfer wird heute vor allem in der Auto-, Telekom-, Elektro- und Elektronikindustrie verarbeitet, die in diesem Metall einen perfekten Stromleiter gefunden haben. Umweltbewusste Gemeinden und besorgte Bürger sammeln – aufgeschreckt vom Gerede um den Klimawandel - ihr nicht mehr benötigtes kupferhältiges Material nach dem Hausbau inzwischen sorgsam ein und liefern es bei Altmetallhändlern in Niederösterreich, Wien und im Burgenland ab. Dort wird das angelieferte Material nach Güteklassen in Neuschrott (etwa Stanzreste aus Gewerbe und Industrie), Altschrott (Kabel, Autokühler) und Mischschrott (kupferhaltige Metalllegierungen) sortiert.
Die Kupferschätze werden schließlich zum Kupferproduzenten geschickt: zum Beispiel nach Hamburg, zu Europas größtem Kupferproduzenten, die Norddeutsche Affinerie AG oder zu den Montanwerken Brixlegg, Österreichs einziger Kupferhütte. Dort entsteht aus dem ganzen Mist, der Gott sei Dank nicht einfach auf irgendeinem niederösterreichischen Acker weggeworfen wurde, neuer Draht, Walzplatten oder Rundbarren. Bereit zur weiteren Verwendung.

Glück auf!
Weiterführende Links:
:www.na-ag.com
www.montanwerke-brixlegg.com
Hilfe… die Erde schmilzt!
Aktiver Umweltschutz beginnt im Kleinen.
In den aktuellen Ausgaben besserer Zeitungen findet gegenwärtig in der ganzen Welt eine große Klima-Debatte statt. Beispielsweise betitelte Anfang Mai das renommierte deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ eine detaillierte Auseinandersetzung zum Thema Erderwärmung & Umweltschutz mit dem perplexen Aufschrei „Hilfe… die Erde schmilzt“.
Mittlerweile ist sich eine Mehrheit an Klimatologen, Umweltschützern, Wissenschaftlern und Politikern darin einig, dass künftig ein deutlich gewissenhafterer Umgang mit Rohstoffen und Ressourcen notwendig werden wird. Natürlich kann die Rettung des Planeten nicht bequem wie mit dem Umdrehen eines Lichtschalters gelingen, sondern sie verlangt viele kleine Schritte.
Über die größten Klimasünder ist bereits einiges bekannt: Um die gefährlichen Schadstoffe aus dem Autoverkehr und der Industrieproduktion zu reduzieren, müssen schnell neue Technologien her. Um den CO2-Ausstoß durch die Beheizung der Wohnungen im Winter zu minimieren, streiten Architekten und Baumeister immerhin bereits um gescheite, neue Niedrigenergie-Häuser, bei denen die Heizkosten – und Abgase - gegen Null schrumpfen.
Öffentlich weniger im Fokus sind freilich alle jene durch Menschen gemachte Stoffe, Chemikalien und Metalle, die jedermann tagtäglich in den Händen hat - ohne sich bewusst zu sein, dass auch deren Existenz elementar mit der Sauberkeit der Luft, der Erde und des Wassers in Verbindung steht. Von der täglichen Berichterstattung der Medien relativ unbemerkt, existiert allerdings schon seit Jahrzehnten eine florierende, weltumspannende Recycling-Industrie, die davon lebt, gebrauchte Materialien des täglichen Bedarfs nicht einfach wegzulegen oder zu vergraben, sondern vielmehr dem Produktion-Konsum-Zyklus zurückzugeben.
Glück auf!



