Spekulation und echte Nachfrage

26.09.2017

Die beiden ungleichen Schwestern treiben die Metallpreise in die Höhe.

Mit großer Regelmäßigkeit transferieren Hedgefonds große Mengen Kapitals von Aktien hinüber zu den Rohstoffen. Das inkludiert auch Minenaktien. Jetzt ist es wieder so weit.

Anfang September 2017 waren zirka 18,5 Milliarden US$ in Minenaktien und Metallen angelegt. Noch sind wir damit weit von der Spitze – 2010 waren es knapp 30 Milliarden US$ – entfernt, aber liegen schon deutlich über dem niedrigsten Stand von 2015 mit von etwas über 10 Milliarden US$.

In unsicheren Zeiten transferieren Anleger auch gerne Aktienkapital zu den Rohstoffen.

Wegen der Krise zwischen den USA und Nordkorea legen sie daher ihr Geld in sicheren Werten an. Das verleiht vor allem dem Goldpreis Auftrieb.

Zu diesen Aktivitäten im Bereich der Spekulation gesellt sich echte gesteigerte Nachfrage nach Rohstoffen. Die Weltwirtschaft boomt, die Wirtschaft in der EU boomt, vor allem der Bausektor und steigert so die Nachfrage nach Kupfer, Aluminium, Zink und Stahl.

Gesteigerter Rohstoffhunger ist auch aus jenen Gebieten der Erde zu erwarten, die im Jahr 2017 großflächig von Naturkatastrophen heimgesucht wurden. Für den Wiederaufbau von Infrastruktur werden Metalle gebraucht.

Alle Zeichen deuten auf steigende Metallpreise und dabei haben wir die aus Gründen der Umweltverschmutzung gedrosselte Rohstoffproduktion in China noch gar nicht in unsere Überlegungen einfließen lassen.