Was bringt der Herbst 2011?

29.08.2011

Edelstahl


In Europa ist mit einem langsamen Rückgang der Edelstahlproduktion zu rechnen, während in Fernost – vor allem in China – die Mengen stetig steigen.
Die chinesischen Stahlwerke setzen bei der Produktion von Edelstahl zu einem großen Teil Pig Iron (Erz mit einem niedrigen Nickelgehalt) ein. Daher benötigt China weniger Schrott als Europa oder die anderen asiatischen Länder, die mit einem höheren Einsatz von Edelstahlschrott arbeiten.
Japan fällt als Schrottexporteur beinahe aus da bei einigen Exporten radioaktiv kontaminiertes Material gefunden wurde und es deswegen kaum mehr Käufer für japanischen Schrott gibt.

Bis jetzt ist die Welt-Edelstahlproduktion um 5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für den Rest des Jahres rechnet man jedoch mit einem Rückgang des Verbrauchs.

Wir erwarten keine großen Veränderungen.

Kupfer


Kupfer ist das hypersensible Rennpferd unter den Metallen und reagiert daher auch hypernervösauf jegliche Wirtschaftsnachrichten. Die Unsicherheit hält an: einerseits bereiten die europäischen Problemländer nach wie vor Unbehagen andererseits sind die US-Daten sind etwas besser als von Pessimisten erwartet. Somit rechnen wir beim Kupfer mit einem sehr bewegten Herbst, mit summa summarum gleichbleibendem Preisniveau, auch wenn das Pferd zwischendurch einmal lahmt.

Aluminium


Der Rückgang der Alu-Preise scheint gebremst, obwohl die Lagerbestände in den letzten 12 Monaten um zirka 15% zugenommen haben. Auch hier gehen wir von relativ stabilen Preis für die restlichen Monate des Jahres aus.

Stahlschrott


Die derzeitigen Preise dürften sich in der nächsten Zeit kaum verändern.