Alles in Bewegung

07.11.2011

Nach wie vor ist die Richtung der Rohstoffpreise – insbesondere des Kupferpreises – unklar. Kupfer ist, wenn man den Einfluss von Spekulanten und Investoren beiseite lässt, ein gutes Indiz für die wirtschaftliche Situation: die Stimmung ist derzeit eingetrübt und so ist auch Kupfer deutlich billiger geworden.

Nachrichten von der Verschuldung einzelner Länder werden als Hiobsbotschaft aufgefasst. Kaum jedoch wird eine Unterstützung für ein Land in Aussicht gestellt, steigen die Preise sofort wieder an. 
In Wirklichkeit ändert sich an der Situation nichts: die Schulden bleiben gleich, werden aber umbenannt. Der Schuldennachlass für Griechenland mindert die Forderungen der Banken und Kreditgeberländer. Ein „Rettungsschirm“ mit einem Hebel ändert auch nichts an den nackten Zahlen, allein die Stimmung ändert sich und mit ihr schwanken die Preise mit starken Ausschlägen.
Was bisher wenig beachtet wird ist ein Ansteigen der chinesischen Nachfrage. Dort scheint sich die Konjunktur wieder zu beleben. 
Eine Prognose über die Preisentwicklung zu stellen ist dann besonders schwer, wenn sie –nach Karl Valentin gesagt – die Zukunft betreffen soll.

A la longue werden die Preise der Rohstoffe auf hohem Niveau sein, da einerseits die Förderquellen weniger werden und andererseits der Verbrauch in den aufstrebenden Ländern weiter steigen wird.