Aluminium – zwischen Überkapazität und Mehrverbrauch

08.11.2012

Der Preis für Aluminium ist so tief wie seit zwei Jahren nicht mehr, und trotzdem ist der Preis in Wirklichkeit noch relativ hoch.

Die Nachfrage nach Aluminium ist durch das Abschwächen der Konjunktur gedämpft. Erst hat der Bausektor an Schwung verloren, nun scheinen auch die KFZ-Verkäufe zurück zu gehen. Parallel dazu wurden weltweit Produktionskapazitäten –  besonders in China – aufgebaut. Es wäre nicht verwunderlich, würde der Preis für Aluminium weiter fallen.

Und trotzdem erwarten viele Fachleute ein Ansteigen des Preises, weil mehrere Faktoren zusammenspielen. Primäraluminium muss mit sehr hohem Energieaufwand  hergestellt werden. Energie wird teurer. Hohe Energiepreise werden sich auf die Aluminiumnotierungen auswirken. Noch immer stammen zirka 2/3 des weltweiten Aluminiumbedarfs aus der Primärproduktion. Darüber hinaus rechnen Experten bis zum Jahr 2020 mit einer Verdoppelung der Nachfrage nach Aluminium. Der Trend zur Leichtbauweise, sowohl im Bau als auch bei Fahrzeugen, ist ungebrochen. Kommt dazu noch ein Anstieg der Weltkonjunktur, wie sie vielerorts bereits für das nächste Jahr erwartet wird, dann sollte der Preis für Aluminium kräftig nach oben gehen.