Basismetalle – viel Fantasie nach unten?

18.06.2015

„Wenn in China ein Fahrrad umfällt  …. „ –  bekommt es der Rest der Welt zu spüren. Man ist versucht das zu glauben.

Die aktuellen Turbulenzen bei den Basismetallen – Kupfer, Aluminium, Nickel, Blei, Zink – haben viel mit China zu tun. Nach einem kurzen Preisanstieg im April, war der Spuk im Mai bereits vorbei. Der Preis für Aluminium fiel um zirka 9%, der für Nickel um fast 8% und der für Blei um über 7% gegenüber dem Vormonat.

Die „Watschen“ fürs Kupfer fiel nicht ganz so mächtig aus, ein Minus von nur 4%. Da ist aber noch nicht aller Tage Abend, das dicke Ende steht noch bevor – so die Meinung der Analysten. China ist der weltweit größte Importeur von Kupfer. Das könnte sich bald ändern: die chinesische Energiebehörde hat verordnet, dass der Ausbau des  Elektrizitätsnetzes nicht mehr mit Kupfer- sondern mit Aluminiumleitungen zu erfolgen hat. Und China sitzt auf Bergen von Bauxit, dem Ausgangsmaterial für Aluminium.

Chinas Konjunktur wächst auch nicht mehr ganz so gewaltig wie in den  vergangenen Jahren und das hat natürlich auch Einfluss auf die Metallpreise. Der Preis für Nickel ist ebenfalls gefallen, weil China nicht mehr so viel Baustahl benötig wie noch vor ein paar Jahren.

Und jetzt kommt der Sommer und die Ferienzeit. Auch das ist kein Omen für steigende Preise.