Blei – munter runter

24.05.2019

Keiner unserer Marktberichte der letzten Monate kam ohne die beiden Schlüsselwörter China und Automobilindustrie aus. Welch Wunder? Auch beim Thema Blei geht es nicht ohne die beiden.

Wie aus der Graphik ersichtlich, hat Blei in letzter Zeit preislich nachgegeben und das trotz sinkender Lagerbestände.

Produktion von Bleiakkus rückläufig

Der Grund dafür? Der wichtigste Markt für Blei – die Automobilindustrie – schwächelt. In die Herstellung von Akkumulatoren fließen weltweit gesehen 75% vom gesamten Blei, der Rest teilt sich auf Baugewerbe, Anlagenbau (Strahlenschutz), Chemieindustrie und Legierungsmetall auf.

Die zunehmende Motorisierung in China hat den weltweiten Bleibedarf in den letzten 15 Jahren in die Höhe getrieben. 2004 wurden 7,3 Millionen Tonnen verbraucht, heute sind es mehr als 11,5 Millionen Tonnen. Doch das könnte sich bald ändern.

Umbrüche in der Automobilindustrie

China ist mit enormen Umweltproblemen konfrontiert. Im ersten Quartal sind die Zulassungen für Verbrennungsmotoren um 13% gesunken, das entspricht 734.000 Fahrzeugen. China setzt auf Elektroautos, wie in unserem letzten Marktbericht ausgeführt. Und auch Europa möchte und muss – wenn auch verspätet – auf den E-Mobility-Zug aufspringen.

Wir sind der Meinung, dass mit dem Umbruch in der Automobilindustrie viele Veränderungen auf uns zukommen werden. Der fallende Bleipreis ist dabei wohl eine marginale Erscheinung.