Der Markt spielt verrückt

27.09.2011

Der Preisverfall in der Woche von 19. bis 23.9 2011 war beeindruckend, es war der schlimmste Preiseinbruch seit Herbst 2008. Allein am 23.9 verminderte sich der Wert der in den LME-Lagerhäusern lagernden Metalle um mehr als € 750 Mio.

Am (Finanz)Markt herrscht große Unsicherheit. Man wartet nicht nur gebannt auf eine Entscheidung der Europäischen Regierungen in der Euro-Krise, vor allem was mit dem hoffnungslos verschuldeten Griechenland passieren wird. Man muss aber darüber hinaus auch noch sehr widersprüchliche Informationen richtig interpretieren: so warnt die FED (Amerikanische Notenbank) vor signifikanten Risiken eines Konjunktureinbruchs, obwohl die Wirtschaftszahlen gar nicht so schlecht sind.

Das zusammen mit den Europäischen Unsicherheiten versetzte die Investoren in Panik und eine massive Bewegung nach unten setzte ein. Computerisierte Stop-Loss- Orders ( automatische Verkaufsorder bei Kursverfall) lösten immer weitere Verkäufe aus.
Die Preise fielen am Montag 26.9. in der Früh weiter, um ab Mittag wieder kräftig zu steigen.
Wenn sich nicht bald eine Lösung der griechischen Tragödie ergibt sind natürlich die Wirtschaftsaussichten und damit auch die Rohstoffpreise in Gefahr, wobei vor allem Kupfer als Leitmetall am meisten leiden könnte.
Auf der anderen Seite sieht es fundamental nach wie vor recht solide aus. Experten rechnen für die nächsten 12 Monate bei Kupfer mit einem Preisband zwischen 6.250 und 10.000 US$ per Tonne. Selbst wenn sich das Wachstum in China verlangsamt, bleibt es doch nach wie vor ein Wachstum, verbunden mit einem erhöhten Bedarf an Rohstoffen.