Der Schweinezyklus …

22.09.2014

…. ist für Firmen, die mit Rohstoffen arbeiten ein bekanntes Phänomen: gibt es zu wenig Schweinefleisch, steigen die Preise. Wenn die Preise steigen, verspricht die Aufzucht von Schweinen ein großes Geschäft zu werden. Bis so ein Ferkel eine brauchbare Größe erreicht hat, das kann schon dauern. Und inzwischen steigen die Preise. Und dann sind alle Ferkel zu selben Zeit groß und stark und werden geschlachtet. Und jetzt fallen die Preise.

Und genau das passiert jetzt bei den Rohstoffen, also damit auch bei den meisten Metallen. Abgesehen vom natürlichen Schweinezyklus bremst auch eine zurückhaltende Konjunktur bei Großverbrauchern, wie zum Beispiel China, die Preisentwicklung. Damit werden Metalle für Börsenspekulanten uninteressant und sie stoßen diese Anlagenklasse ab. Das drückt nochmals auf den Preis. Schon während der Metall-Hausse 2007 und dann nochmals 2011/12 sind wir davon ausgegangen, dass ein Drittel des Preises auf das Konto solcher Spekulationen geht.

So gesehen nähern wir uns jetzt den realen Preisen, die nicht so hoch sind.  Damit kann mancher Minenbetrieb nun wiederum nicht kostendeckend arbeiten und schließt seine Tore vorübergehend. Es wird weniger Erz gefördert und irgendwann ist es zu wenig.  Und ein neuer Schweinezyklus ist im Werden. Das kennen wir ja schon.