Endlich Licht im Tunnel …

03.05.2017


… und diesmal ist es nicht der Gegenzug. Die meisten Metalle haben in den ersten vier Monaten ihren Preisanstieg fortgesetzt.

 

Globus für MB Mai 2017 - verwischt1


Und so könnte es noch einige Zeit weitergehen. China scheint seine Rolle als Wachstumslokomotive (endlich) wieder wahrzunehmen und darüber hinaus ist eine langsame Verbesserung der Weltkonjunktur zu bemerken.

 


Kupfer

Unterbrechungen der Kupfererzeugung in Chile und Indonesien haben die Vorhersage eines Überschusses für 2018 von 80.000 t auf ein Defizit von 70.000 t bewirkt.

Und auch der Smog in China könnte einen Preisanstieg von etwa 10 % bewirken. Der Strom für den Schmelzprozess wird mit Kohle erzeugt und diese ist wiederum Hauptverursacher von Smog. So müssen die Kohlekraftwerke immer wieder den Betrieb einstellen, damit die Smogbelastung für die Bevölkerung nicht unerträglich wird. Das bedeutet dann eben auch, dass weniger Kupfer erzeugt werden kann.

 

Aluminium

Letzten Winter wurde die chinesische Aluminiumproduktion deutlich zurückgefahren um den Smog zu bekämpfen. Das wurde schon länger erwartet und hat bereits zu höheren Preisen geführt. Für 2017 hat sich dadurch der erwartete Überschuss von 317.000 auf 82.000 Tonnen reduziert.

Für 2018 wird sogar ein Defizit erwartet, d.h. es wird mehr Aluminium benötigt als am Markt verfügbar sein wird.

Das macht ein Sinken des Preises unwahrscheinlich, ja man erwartet steigende Preise bereits für das zweite Halbjahr 2017.

 

Zink

Auch hier hat eine Verknappung zu höheren Preisen geführt und viele Experten erwarten ein weiteres Ansteigen. Allerdings könnte der Höhenflug von Zink und Blei – letzteres ist oft ein Nebenprodukt der Zinkförderung – im Laufe des Jahres 2018 gestoppt werden. Dann nämlich sollen zwei neue Zinkminen, eine in Südafrika und eine in Australien, in Betrieb gehen.

 

Nickel

Hier rechnet man mit gleichbleibenden Preisen. Angebot und Nachfrage sollen sich nicht groß verändern.