Gratwanderung

19.09.2012

Sind die fetten Jahre für die Rohstoffe vorbei oder macht die Wirtschaft nur eine Verschnaufpause?

In den letzten Monaten sind die Preise der Metalle mehr oder weniger deutlich gefallen, einige sind in den letzten Wochen jedoch wieder gestiegen. Der große Boom des letzten Jahrzehnts scheint  nachzulassen. Der Preisgipfel ist bei allen Metallen schon seit geraumer Zeit überschritten.

Wie schnell, wie lange und wie mächtig dieser Abschwung ausfällt – man weiß es nicht. Sicher ist,  dass im fernen Osten der Wunsch nach westlichem Lebensstandard besteht. Dieser Nachholbedarf an Konsumgütern geht unweigerlich mit einem steigenden Verbrauch an Ressourcen einher. Der Mehrverbrauch wird möglicherweise zum Teil  ausgeglichen durch  das Sinken des Wohlstandes in den bisher „reichen“ Ländern Nordamerikas und Europas.

Zwei weitere Faktoren beeinflussen die Preise von Rohstoffen massiv: zum einen wird der Abbau und Handel der  meisten Rohstoffe  von wenigen, global agierenden Firmen kontrolliert und zum anderen wird die Förderung von Bodenschätzen immer teurer. Beide Tatsachen werden vermutlich mittel- und langfristig für hohe Preise sorgen.

Wir bleiben bei unserer Meinung, dass Rohstoffe – natürlich mit einigen Schwankungen – wertvoll bleiben.