Kupfer – Begleiter des Menschen seit Tausenden von Jahren!

08.04.2011

Jedermann, der morgens seinen Wagen startet und abends die Wohnzimmerlampe einschaltet, hat mit Kupfer zu tun, das den elektrischen Strom in den Kabeln leitet. Das patente Metall ist der Menschheit seit etwa 6.500 Jahre bekannt. Zu allen Zeiten wertvoll, wurde es immer wieder durch Recycling neu genützt. Tiefseetaucher des 20. Jahrhunderts haben vor den Küstenstrichen der Adria versunkene Galeeren entdeckt, die neu verhüttete Kupferbarren aus dem alten Griechenland ins wilde Mitteleuropa transportiert haben, um dort offenbar je nach politischer Lage Werkzeuge oder Waffen erzeugen zu lassen.

Die weltweite Kupferbranche, die heuer mit stark steigender Tendenz einen Gesamt-Weltbedarf von rund 18 Millionen Tonnen jährlich bedient, schätzt, dass nahezu 80 Prozent der gegenwärtig verwendeten Metallmengen aus der jahrtausende lang praktizierten, historischen Produktion stammen.

Kupfer wird heute vor allem in der Auto-, Telekom-, Elektro- und Elektronikindustrie verarbeitet, die in diesem Metall einen perfekten Stromleiter gefunden haben. Umweltbewusste Gemeinden und besorgte Bürger sammeln – aufgeschreckt vom Gerede um den Klimawandel – ihr nicht mehr benötigtes kupferhältiges Material nach dem Hausbau inzwischen sorgsam ein und liefern es bei Altmetallhändlern in Niederösterreich, Wien und im Burgenland ab. Dort wird das angelieferte Material nach Güteklassen in Neuschrott (etwa Stanzreste aus Gewerbe und Industrie), Altschrott (Kabel, Autokühler) und Mischschrott (kupferhaltige Metalllegierungen) sortiert.

Die Kupferschätze werden schließlich zum Kupferproduzenten geschickt: zum Beispiel nach Hamburg, zu Aurubis, Europas größtem Kupferproduzenten oder zu den Montanwerken Brixlegg, Österreichs einziger Kupferhütte. Dort entsteht aus dem ganzen Mist, der Gott sei Dank nicht einfach auf irgendeinem niederösterreichischen Acker weggeworfen wurde, neuer Draht, Walzplatten oder Rundbarren. Bereit zur weiteren Verwendung.