Kupfer und die Währungskrise

22.07.2011

Die wirtschaftlichen Unruheherde haben in den letzten Tagen die Rohstoffpreise auf- und abhüpfen lassen. Wenn die Meinung vorherrscht dass Griechenland, Italien & Co ungelöste Finanzprobleme haben, fliehen Fondsmanager aus Anleihen und sichern ihr Portfolio mit Rohstoffen ab. So hat die (vorübergehende) Lösung der Probleme Griechenlands die Kurse wieder talwärts geschickt.

Wir haben das Gefühl, dass alle Marktteilnehmer sehr nervös sind. Auf jede neue Meldung – egal ob es die europäische und die amerikanische Finanzkrise betrifft – wird mit hysterischen Ver- oder Ankäufen reagiert.

Außerhalb des Finanzmarktes deuten aber die fundamentalen Daten auf einen weiterhin hohen Kupferpreis.

China hat weitere Schritte gegen die Inflation gesetzt und ein Rückgang seines Rohstoffbedarfs ist deshalb denkbar. Auch wenn es seine Wirtschaft bremst, ist diese im ersten Halbjahr doch um mehr als 9,5% gewachsen.

In den letzten Wochen war ein verminderter Kupferbedarf bemerkbar. Man geht davon aus , dass vor dem Sommer noch hohe Lagerbestände abgebaut wurden. Zugleich rechnet man aber schon wieder für das 3. Quartal mit einem saisonal bedingten höheren Kupferverbrauch.

Generell wird derzeit weltweit weniger Kupfer produziert als benötigt. Dieser Umstand allein sollte schon den Kupferpreis auf hohem Niveau halten.
Darüber hinaus erwarten wir, dass die Finanzmärkte weiterhin in Rohstoffe investieren werden. Zumindest so lange bis andere Anlagemöglichkeiten höhere Erträge versprechen. Doch solche Möglichkeiten sehen wir derzeit nicht. Und somit sollte auch der Finanzmarkt für einen hohen Kupferpreis sorgen.