Mehr Nickel im E-Auto

24.04.2019

Chinas BYD (Hersteller von E-Autos), Warren Buffet und Daimler suchen derzeit nach Beteiligungen an Nickel-Minen. Wenn solche wirtschaftlichen „Schwergewichte“ an Nickel interessiert sind, dann kann das nur eines bedeuten: Nickel wird steigen.

Der Aufbau der Akkumulatoren für die Elektrofahrzeuge verändert sich kontinuierlich. Kobalt wird teilweise durch das billigere Nickel ersetzt. Nickel verbessert die Leistungsfähigkeit der Akkus und somit die Reichweite von Tesla & Co. Diese technische Änderung steigert die Nachfrage nach Nickel.

Hersteller von Elektroautos können volatile Rohstoffpreise gepaart mit Versorgungsengpässen gar nicht leiden. Um die gesamte Lieferkette kontrollieren zu können, müssen sie sich daher dort einkaufen, wo alles beginnt: in der Mine. Und genau das macht momentan China.

Das Reich der Mitte setzt sein Bestreben mit der E-Mobilität – zumindest einen Teil der Umweltprobleme damit in den Griff zu bekommen – beherzt fort. Im ersten Quartal 2019 wurden 137.000 mehr Elektrofahrzeuge angemeldet als im Jahr davor. Sie alle benötigen Nickel.

China kauft keine Minen, es sucht nur Joint Ventures mit Minenbetreiber. Das Unterfangen, Minen zu erschließen und zu betreiben, bedeutet hohe Investitionen, ist mit vielen Risiken verbunden und verlangt in Dekaden zu denken.

Egal, wie diese Kooperationen gestaltet sind, die technische Nachfrage nach Nickel für die E-Mobilität wird bleiben und steigen. Und damit auch der höhere Nickelpreis.

 

Quelle Piktogramm: prspics