Metalle auf der Ölspur

16.02.2015

„Wenn das Erdöl runter geht, dann werden auch bald die Metalle billiger.“ Diesen Satz konnte man in den letzten Wochen und Monaten oft von Metallhändlern hören. Und natürlich ist da was Wahres dran: günstige Energie kurbelt die Förderung von Rohstoffen an. Wird mehr gefördert kommt es zu einem Überangebot am Markt und der Markt reguliert sich – bekannter Maßen – selbst. Die Preise für Rohstoffe sinken.

Und Erdöl ist momentan so billig wie schon seit Jahren nicht mehr und ein weiterer Preisverfall wird vorausgesagt. Das könnte auch weiter auf die Notierungen der Metalle drücken. Aber es wäre zu einfach dem niedrigen Rohölpreis dafür allein den Schwarzen Peter zuzuschieben. Die schlechten Konjunkturdaten aus China und Börsenspekulanten, die ihr Geld von den Rohstoffen abziehen, tragen ihr Scherflein dazu bei. Das ist die Sicht der Pessimisten.

Die Optimisten sehen hingegen, dass die neu erschlossenen Rohölquellen bei Weitem nicht so ergiebig sind wie alte Quellen. Sie wissen auch, dass Chinas Regierung angekündigt hat riesige Infrastrukturprojekte zu unterstützen, damit die Wirtschaft angekurbelt wird. Und sie kennen das Spiel der Spekulanten: Rohstoffe abstoßen, Rohstoffe ins Portfolio aufnehmen.

Wie sagte schon UN-Generalsekretär Kofi Annan: Optimisten, Pessimisten – letztlich liegen beide falsch. Aber der Optimist lebt glücklicher.

(Quelle: zitate.at)