Mit DNA gegen Kupferdiebe

12.06.2012

Seitdem die Kupferpreise stark gestiegen sind werden auch vermehrt Kupferkabel gestohlen. Viele Firmen haben bereits Maßnahmen ergriffen, die einen Diebstahl erschweren oder gar unmöglich machen.

Die Metalldiebe sind daher auf leichtere Ziele umgestiegen und stehlen dort, wo große Mengen Metall ungeschützt liegen. Das sind nach wie vor Baustellen, aber eben  auch die Bahn.

Kabel  liegen dort auf langen Strecken im Freien. Die Täter wissen meist welche Kabel nicht stromführend sind, und so wird ein Diebstahl nicht sofort entdeckt.

Die Schäden häufen sich, etliche Zugverbindungen fielen aus oder waren zumindest stark verspätet. Für die Deutsche Bahn entstand 2011 durch etwa 3000 solcher Kupferdiebstähle ein Schaden von 15 Millionen Euro. Die ÖBB spricht von zirka 900.000 Euro für denselben Zeitraum.

Natürlich suchen die europäischen Bahnbetreiber nach Lösungen um den Dieben Einhalt zu gebieten. In vielen Ländern ersetzt man die teuren Kupferkabel durch billigere Aluminiumkabel. Da Aluminium noch dazu viel leichter als Kupfer ist, vermindert sich für die Diebe der „Ertrag“ um mehr als die Hälfte –  bei gleicher Arbeitsleistung.

In England und Deutschland markieren die Bahnen jetzt die Kabel an Gleisen mit unsichtbarer Farbe und künstlicher DNA.  Die Farbe leuchtet unter einer UV-Lampe grün auf. So kann der Ankäufer prüfen, ob die Kabel von der Bahn stammen. Die Farbe haftet auf allem, was mit ihr in Berührung gekommen ist – somit sind dann Hände, Kleidung, Fahrzeuge etc. markiert. Zusätzlich markiert man bei einigen Kabeln auch den Streckenabschnitt. So kann man den Tatort eingrenzen.

Auch die  Österreichischen Bundesbahnen überlegen die Kabel zu markieren.