Munter runter: Industriemetalle auf Talfahrt?

18.04.2013

Seit Beginn der Woche scheinen die Preise der Industriemetalle nur mehr eine Richtung zu kennen:   steil bergab. Allen voran das Kupfer, auch immer wieder als Leitmetall tituliert.

Warum? Die Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum wurden für 2013 um 0,2% nach unten korrigiert. Wie wird sich die Konjunktur in den USA entwickeln? Wächst China weiter? Wie stark? Was passiert mit der Immobilienblase in China? Wird in China nicht mehr gebaut, bricht der Bedarf an Industriemetallen ein. Was ist mit Europa? Wird es die Eurokrise überstehen? Was passiert mit dem Gold? Aufgrund der Hausse der letzten beiden Jahre haben fast alle Minen ihre Produktion enorm in die Höhe gefahren. Gibt es schon eine Überproduktion?

So viele offene Fragen, so viele nicht gegebene Antworten. Kein Wunder, dass sich die Investoren aus den Metallen zurückziehen und an fallenden Preisen verdienen.

Wir sehen in diesem nervösen Markt durchaus noch Potential nach unten, zumal die Talfahrt von einem sehr hohen Niveau aus begann.

Allerdings sind Metalle für die Industrialisierung unabdingbar. Und noch viele Länder wollen das westliche Lebensniveau erreichen. Das wird ohne Mehrverbrauch an Metallen nicht gehen. So sehen wir mittel- bis langfristig ein hohes Preisniveau, fallweise durch mehr oder weniger steile Berg- und Talfahrten unterbrochen.