Nickel bald wieder gesund?

30.05.2016

Die Grafik spricht für sich. Der Nickelpreis hat auch schon bessere, viel bessere Zeiten erlebt. Die gute Nachricht: es ist nicht anzunehmen, dass er weiter fällt. Wir glauben, dass Nickel vor einer Aufwärtsbewegung steht.

Woher nehmen wir unseren Optimismus?

Bei fallenden Preisen werden Produktionen zurückgefahren. Das ist eine normale Reaktion des Marktes. Auch 2016 werden wieder 70 Millionen Tonnen weniger Nickel produziert als in den Vorjahren. Vier lange Jahre wurde mehr Nickel zu Tage gefördert als gebraucht wurde. In der Zeit halbierte sich der Preis für Nickel. Im März 2016 hat sich das Blatt gewendet: weltweit fehlten erstmals wieder 8.200 Tonnen Nickel für die Verarbeitung.

Nickel 3 jahre

 

 

 

 

 

 

 

Parallel dazu ist der Verbrauch von Nickel  in letzter Zeit wieder gestiegen, man spricht von + 4,4% im ersten Quartal 2016. Einer der Gründe dafür dürfte eine Legierungsumstellung in China sein: statt wie bisher rostfreien Stahl mit 4-6% Nickel zu produzieren, setzt man jetzt 8-12% Nickel zu und macht den Stahl damit resistenter gegen Rost. Durch starke Luftverschmutzung – worunter China ja derzeit massiv leidet – kommt es zu saurem Regen. Und der greift auch niedriglegierten rostfreien Stahl an. Das könnte eine Erklärung für die teurere Legierungsvariante sein.

Metallhändler an der Börse haben eine sehr markige Sprüche für die Beschreibung gewisser Preissituationen entwickelt. Über das Nickel hört man sie dieser Tage sagen: „Slow burn bull story“. Frei übersetzt heißt das: langsames, aber stetiges Steigen.