Stahlhart

16.03.2015

Stahlhart ist momentan die Konkurrenzsituation für die österreichischen und deutschen Stahlwerke. Schlechte Konjunktur in Europa, schlechtere – aber noch immer gute – Wirtschaftsdaten für China und der Verfall der Kaufkraft des Rubels haben zu einer Überkapazität an Stahl geführt.

Und diese Überkapazität bedeutet auch, dass der Preis für Eisenschrotte in den letzten Monaten stark gefallen ist. Seit Oktober 2014 ist der Alteisenpreis laut Empfehlung der WKO um bis zu 50,– Euro pro Tonne gefallen. Der Trend könnte sich fortsetzen. Wir erinnern daran, dass Anfang der 1990iger-Jahre für die Entsorgung von Eisen sogar bezahlt werden musste! Dieses Szenario sehen wir noch nicht.

Aktuell werden in Europa rund 210 Millionen Tonnen Rohstahl pro Jahr produziert. Das bedeutet eine Überkapazität von rund 15%. Dazu drängt China massiv auf den Markt: es hat gleich zwei gute Gründe Stahl zu exportieren: einerseits, weil die eigene Wirtschaft nicht mehr so viel Stahl benötigt und andererseits, weil die Stahlproduktion in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert wurde.

Bei einfachen Produkten können die Europäer nicht mit Billigproduzenten wie eben China, aber auch Russland, Ukraine, Indien oder der Türkei konkurrieren. Europas Stärke sind qualitativ hochwertige Spezialstähle.

Unabhängig ob Billig – oder Spezialstahl: sollte sich die Wirtschaft nicht global erholen, werden Stahlpreise weiter  niedrig bleiben und somit auch der Preis für Alteisen.