Strafzölle: Unabsehbar für den Altmetallhandel

26.03.2018

Sandkastenspiele im Weißen Haus – so könnte man das Gerangel um die Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium in die USA zusammenfassen. Allianzen werden geschmiedet, um dann wieder zu zerbrechen. Da wird gemeinsam etwas gebaut, um von einem unberechenbaren Egoisten zerstört zu werden. Hierarchien werden neu ausgemacht, manchmal gewinnt der Stärkere, nicht unbedingt der Intelligentere. Mit unabsehbaren Folgen.

Was aber sind die Tatsachen?

Einführzölle würden die Stahl- und Aluminiumprodukte in den USA vorerst verteuern, da die landeseigene Produktion den US-amerikanischen Markt nicht ausreichend versorgen kann. Experten gehen davon aus, dass zwei Drittel der Produkte nicht kurzfristig – sprich innerhalb von einem Jahr – ersetzt werden können.

 

Momentan sind die EU und Kanada von diesen Strafzöllen ausgenommen – eine Situation, die sich jederzeit ändern kann. Derzeit richten sich die Strafzölle vor allem gegen China, das auffallend zurückhaltend reagiert. Eher unbekannt ist, dass es in China bereits jede Menge Strafzölle auf westliche Produkte gibt. Und weil China ein riesiger Markt ist, nahm man bisher die Einfuhrzölle und Handelshemmnisse stillschweigend zur Kenntnis. Weltweiten Widerstand gegen diese chinesische Praxis wird sich aber dennoch nicht bilden.

Auswirkungen auf den Altmetallhandel?

Maßnahmen wie Strafzölle greifen oft erst Jahre später. Deshalb erwarten wir keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Altmetallhandel. Mittelfristig ist es jedoch möglich, dass dieses Sandkistengerangel die Börsen nervös macht und die Preise für Metalle fallen.