To rise or not to rise – that is the question

27.05.2014

In Fernost steigen die Kupfernotierungen auf Grund stärkerer Nachfrage vor allem aus China. Dort scheint sich die Wirtschaft zu erholen und mehr Kupfer zu benötigen. Außerdem wird Jinchuan, ein großer chinesischer Erzeuger, wegen eines  technischen Problems heuer um zirka 300.000 t Kupfer  weniger produzieren. Das sollte zu einem Ansteigen des Kupferpreises führen.

Bei Zinn zeichnet sich für die nächsten Jahre ein Engpass ab: hatte man 2013 noch ein Defizit von 11.000 t, wird es heuer 23.000 t betragen. Für 2017 rechnet man mit einem Defizit von 37.000 t und mehr. Bei unverändertem Verbrauch würde sich rechnerisch für 2020 ein Defizit von 80.000 t ergeben. Aber bis dahin könnte und wird Zinn auch schon in vielen Bereichen subsituiert. So werden bei Konservendosen die Innenwände nicht mehr mit Zinn sondern vermehrt mit Kunststoff beschichtet. Summa summarum rechnen Experten damit, dass der Preis für Zinn in den nächsten Jahren eher auf heutigem Niveau bleibt, da man bis 2018 den Markt aus Vorräten beliefern kann.

Der Preis für Zink wird angeblich von großen Investmentfonds und Banken von 2010 an künstlich hoch gehalten. Große Zinkverbraucher haben wegen Marktmanipulationen Schadenersatzklagen gegen einige Marktmacher wie Glencore, Goldman Sachs, JP Morgan, LME etc. eingebracht, auch sollen Staatsanwaltschaften Untersuchungen begonnen haben.

Der Nickelpreis hat in den letzten Wochen stark angezogen, die Preissteigerung von zirka 50% allein im Jahr 2014 ist bemerkenswert.  Die Nachfrage ist gestiegen und durch den derzeitigen Boykott von russischem Nickel (Norilsk) und der unklaren Lage in der Ukraine ist die Versorgungslage unsicher geworden. Darum wird Nickel vermehrt gekauft, um es auf Lager zu legen.

Insgesamt ist die Stimmung in der Wirtschaft Asiens  eine ausgesprochen gute, zusammen mit den Daten aus den USA sollte es in nächster Zeit zu einer eher deutlichen Verbesserung der Weltwirtschaft kommen.

Wermutstropfen bringen die Lage in der Krim, im Nahen Osten und in der Türkei und die wirtschaftliche Unsicherheit  in Südamerika.

To rise or not to rise – that is the question. Our answer: RISE.