Weniger PKW-Neuzulassungen in Europa als Preisindikator für Metalle?

26.03.2013

Seit nunmehr 17 Monaten geht die Zahl der PKW-Neuzulassungen in Europa zurück. Im Februar waren es über 10% zum Vorjahr. In Europa sind um die 250 Millionen Fahrzeuge angemeldet. Die Automobilindustrie ist die europäische Leitindustrie, und sie ist es auch für die Metallwerke.

In einem PKW sind in etwa 900 kg Stahl, 150 kg Aluminium und 25 kg Kupfer eingebaut.

Die Milchmädchenrechnung ist einfach: weniger Neuzulassungen, weniger Metallverbrauch, niedrigere Metallpreise.

Auf der anderen Seite gleichen Schwellenländer mit ihrem Hunger nach westlichen Lebensniveau diesen Rückgang der Verkaufszahlen bei PKWs wieder aus. Aber nur zum Teil.

Das wichtigste Metall für den Autobau ist Eisen, gefolgt von Aluminium und Kupfer. Um den Treibstoffverbrauch zu reduzieren versucht man das Gewicht der Autos zu verringern. Das geschieht durch den Einsatz von Aluminium. Der Aluminiumanteil in den Autos steigt kontinuierlich, ebenso der Kupferanteil, da immer mehr Elektronik eingebaut wird. Ein Mehrbedarf an metallischen Rohstoffen für den Autobau ist daher vorprogrammiert, es stellt sich nur die Frage nach dem Wann.

Daraus die Entwicklung des Metallpreises abzuleiten ist nicht möglich. Psychologisch sind rückläufige Autoverkäufe immer problematisch, da sie mit einem Konjunkturabschwung einhergehen. Das ist momentan in Europa der Fall.