Winterschlaf

06.02.2014

Es scheint als hielten die Metalle Winterschlaf. Keine Bewegung auf den Märkten. Und wenn doch, dann leicht abwärts. Warum?

Die US-Wirtschaft zeigt etwas schwächere Zahlen als vermutet – wir können uns vorstellen, dass das schlechte Wetter dafür verantwortlich ist.  China feiert Neujahr, das heißt im Klartext, dass ein big player für mindestens eine Woche nicht aktiv am Markt ist. Das Fest endet am 7.2.2014.

Eigentlich gibt es keinen Grund für den Winterschlaf. Im Laufe des Jänners sind die Preise für Kupfer um knapp 4%, für Nickel um die 6% und für Zinn um 2% gefallen. Die Bestände in den Börsen-Lagerhäusern sind allerdings bei Kupfer um 12,5% und bei Zinn um 8,4% gefallen. Von den lagernden 313.000t Kupfer sollen bereits 60% für eine Auslagerung vorgemerkt sein. Sinkende Lagerbestände wären normaler Weise der Garant für steigende Preise. Uns erscheinen die Lagerstände als sehr niedrig.

Nichts deutet auf eine Verschlechterung der US-Konjunktur hin. In Europa hat sich die Wirtschaft erholt, was sogar auf die südlichen Sorgenkinder Spanien, Griechenland und Italien in gewissem Umfang zutrifft. Chinas Wirtschaft deckt sich  traditionell zu deren Jahresende nicht mit Rohstoffen ein.

Wir deuten das alles als Vorzeichen für ein Ansteigen der Preise  und erwarten eine markante Verbesserung der Situation auf den Metallmärkten in nicht allzu ferner Zukunft.