Zink im Sinkflug?

26.03.2019

Die Zeichen sprechen dagegen: die Zinknotierungen sind seit Wochen im Gleit- oder Steigflug, sie erleben seit einigen Jahren einen wahren Höhenflug. Aber, kein Höhenflug dauert ewig. Es ist nicht von einem Sturzflug auszugehen, da die LME Lagerbestände noch relativ niedrig sind, was den Zinkpreis oben halten wird. Das könnte sich aber ändern, denn die Läger der Verbraucher sind gut gefüllt, die Nachfrage nach Zink könnte daher zurückgehen. Dann würde auch der Preis für Zink runtergehen und das graue Metall könnte seinen Sinkflug beginnen.

Weniger Autos – geringerer Zinkverbrauch

Fast die Hälfte des weltweiten Zinkverbrauchs wird für das Verzinken von Stahl verwendet und da zum Großteil für Autobleche. Laut Wirtschaftsvereinigung Metalle wurden 2018 in Deutschland um zirka zwei Prozent weniger Metallwaren erzeugt als im Jahr davor. Das Minus ist vor allem auf eine geringere Nachfrage aus dem Automobilbereich zurückzuführen. Auch das kann zu einem geringeren Zinkverbrauch führen, zumal die Krise der Automobilindustrie andauert. Ein weiterer, möglicher Grund für einen Sinkflug des Zinks.

China lässt nicht nur Drachen steigen ….

… sondern unter Umständen auch den Zinkpreis. Strengere Umweltauflagen haben in China zu einer geringeren Produktion von Zink geführt. Das ist wahrscheinlich der Grund warum China – zumindest in den letzten Wochen – vermehrt Zink gekauft hat. Das könnte dann zumindest für 2019 einen gleichbleibenden Zinkpreis bedeuten. Das würde dann gegen einen Sinkflug beim Zinkpreis sprechen.