Zink – (ver)knapp(t)

07.11.2016

Am 2.11.2015 kostete die Tonne Neuzink an der Börse noch 1.511,48 Euro. Jetzt, ein Jahr später, muss man dafür schon 2.210,86 Euro (Höchststand der letzten 5 Jahre am 1.11.2016) hinlegen. Warum das? Gibt es dafür eine Erklärung?

Der Grund ist das Schließen von Minen. Zuletzt hat Glencore das Schließen seiner Black Star-Mine in Australien angekündigt, was prompt zu dem Kurssprung vom 1.11.2016 geführt hat.

Neue Minenkapazitäten soll es erst wieder ab 2017 geben.

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Noch im Juli heurigen Jahres ist man von 600.000 Tonnen Defizit für 2016 ausgegangen.

Allerdings scheinen die Zinkverbraucher momentan gut versorgt zu sein: Sie ignorieren die Preissteigerung an der Börse und korrigieren ihre Einkaufspreise nach unten.

Wir persönlich glauben, dass es nicht die verminderte Minenproduktion alleine ist, die den Zinkpreis nach oben treibt. Es wird wohl auch eine gehörige Prise Spekulation dabei sein.  Angeblich lagern derzeit weltweit um die 500.000 Tonnen Zink in den offiziellen Lagerhäusern der LME, aber ungefähr noch drei Mal so viel soll außerhalb der Lagerhäuser  liegen. Diese Mengen werden zurückgehalten um von einem Versorgungsdefizit sprechen zu können und damit den Preis für Zink künstlich hoch zu halten. So wird jedenfalls gemunkelt.