Zinn total entmodet ….

11.02.2016

 

… und vielleicht doch bald hoch im Kurs?

 

In den letzten Jahren ist bei uns die Anzahl der Anlieferungen an Zinngeschirr deutlich gestiegen. Es ist die Generation der Erben, die Wohnungen und Häuser räumt und dabei das Zinngeschirr findet. In den 1960iger und 1970iger Jahren durfte Zinngeschirr – meist als Ziergegenstand – auf keiner Hochzeitsliste fehlen. Momentan ist es aber total out, „entmodet“ wie man in der Textilbranche sagt. Das sind Einzelschicksale und Mengen, die für die Entwicklung des globalen Zinnpreises wahrlich irrelevant sind.

Sanduhr - FinalRelevant ist da schon vielmehr der weltweite Zinnverbrauch in der Elektronik- und in der Verpackungsindustrie (Weißblechdosen). Die schwache Nachfrage der letzten Zeit hat natürlich zu einem Preisverfall geführt. Lag der Preis für Neuzinn an der Börse Anfang 2011 noch bei über 30.000 US$ / Tonne, so liegt er jetzt bei unter 15.000 US$ / Tonne.China ist nicht nur der größte Zinnverbraucher, sondern auch der größte Produzent der Welt. Wegen der gesunkenen Nachfrage will China im heurigen Jahr 17.000 Tonnen weniger Zinn produzieren.

Parallel dazu sind die Lagerbestände der LME (Londoner Metallbörse) mit zirka 5200 Tonnen auf ein bedenklich niedriges Niveau gesunken.

Niedrige Lagerbestände und gedrosselte Produktion können nur eines bedeuten: steigende Zinnpreise.

Modetrends und Metallpreise sind immer in Bewegung. Wir glauben, dass der Zinnpreis in naher Zukunft steigen wird und dass Zinngeschirr in ferner Zukunft irgendwann auch wieder „urcool“ sein wird.